der superpauker blog

der superpauker blog




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback




http://myblog.de/dersuperpauker

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
mein Schüler - mein Feind

Manche Schüler machen es dem Lehrer nicht leicht! Dennoch: kein Weg führt daran vorbei, den Schüler so zu akzeptieren, wie er ist. Mit all seinen Macken. Wer hätte selbst keine?

Das Verhalten eines Schülers muss der Lehrer nicht akzeptieren, es muss eventuell auch Konsequenzen haben, aber den Schüler als Person muss er annehmen, sonst geht gar nichts.

Gerade pubertierende Jungs führen sich oft als Alpha-Männchen auf. Lassen wir sie. Auf den Kampf muss sich ein erwachsener Lehrer nicht einlassen. Schmunzeln wir innerlich vielleicht darüber. Machen wir freundlich deutlich, dass wir die eine oder andere Ausdrucksweise so nicht akzeptieren, aber greifen wir den Schüler nicht in seiner Persönlichkeit an und verurteilen ihn nicht als Unmensch. Auch, wenn es manchmal schwer fällt.

Wer auf ein „Lass mich in Ruhe, Alter!“ mit „Hey, so redest du nicht mit mir!“ reagiert, darf sich nicht wundern, wenn das Gespräch damit zu Ende ist.

Und überhaupt: Lehrer sind gewohnt zu urteilen, schnell auch zu verurteilen. Es ist ein oft schwerer Weg, auf Urteilen und Verurteilen zu verzichten. Man höre nur den Gesprächen im Lehrerzimmer zu…

Beobachten wir, schauen wir genau hin, aber fühlen wir uns nicht immer gleich angegriffen! Meist sind Lehrer für Schüler nur Projektionsflächen, auf denen Ersatzkämpfe aufgeführt, Scheinangriffe geübt, außerschulische Probleme abgearbeitet oder Frust abgeleitet werden. Versuchen wir zu verstehen, was den Schüler zu seinem Verhalten dem Lehrer gegenüber motiviert, was wirklich dahinter steckt.

Ein Schüler akzeptiert einen Lehrer nur, wenn er ihn akzeptiert. Und als Autorität anerkannt wird ein Lehrer nur, wenn er sich nicht als oberster moralischer Richter aufführt.

(p.s.: Ich schreibe immer „der Schüler“ und „der Lehrer“, das ist für mich nicht so umständlich wie „der/die Schüler/-in“ und „der/die Lehrer/-in“. Ich meine also immer beide Geschlechter gleichermaßen.)

19.2.13 11:24


Werbung


Fehler? Gibt es nicht!!

Das glaubt doch kein Schüler und erst recht kein Lehrer.

Ständig hast du Angst, etwas falsch zu machen. Diese Angst bremst dich, macht dich unsicher.

Aber glaub mir: du machst alles richtig.

Wie kann das sein, wenn du doch selbst siehst, wie viele Fehler du in deinem Leben gemacht hast. Dennoch: du hast alles richtig gemacht und du machst alles richtig.

Es gibt keine Fehler!

Es gibt nur eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als weniger gut herausgestellt hat. Indem du das erkennst, lernst du, immer bessere Entscheidungen zu treffen. Besser bedeutet, dass du deine Ziele und Absichten genauer triffst. „Fehler“ sind also Gelegenheiten zu lernen.

Wer behauptet, du hättest etwas falsch gemacht, will nur Macht über dich ausüben, will bestimmten, was du tust. Du bist der einzige, der wissen kann, ob er eine bessere Entscheidung hätte treffen können.

Wer keine Fehler macht, lernst nichts hinzu!

Lernt man also nichts, wenn man etwas richtig gemacht hat? Richtig heißt, was ich wollte, habe ich erreicht. Allerdings kann sich das, was heute als richtig erscheint, schon morgen als „falsch“ erweisen. Was für jede Wissenschaft gilt, gilt auch für dich: was heute als Erkenntnis gewonnen wird, wird schon morgen als Irrtum erkannt.

Wenn du eine Entscheidung triffst, kennst du weder alle möglichen Optionen noch alle möglichen Folgen. Also ist deine Entscheidung unter den gegebenen Bedingungen immer richtig.

Wir sind von der Überlegung ausgegangen, dass du Angst hast, Fehler zu machen. Diese Angst solltest du jetzt nicht mehr haben!

Hab den Mut, aus deinen vermeintlichen Fehlern zu lernen. Mehr kann niemand von dir erwarten.

10.2.13 14:15


Hausaufgaben sind Unsinn!!

Es ist wie mit der Sonne, die sich um die Erde dreht. Jahrhunderte lang waren die Fachleute davon überzeugt, und es stimmte trotzdem nicht. So sind und waren Generationen von Lehrern davon überzeugt, ohne Hausaufgaben geht es nicht. Und das ist Unsinn! Schon 1980 (!!) hat Hilmar Schwemmer eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema vorgelegt. Und damit ist klar: 1. Hausaufgaben zerstören die positiven Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern ebenso wie die Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern. 2. Hausaufgaben verhindern die Chancengleichheit der Schüler untereinander. 3. Hausaufgaben erziehen zu Lüge und Betrug und gefährden dadurch die moralische Entwicklung der Schüler. 4. Hausaufgaben sind für die Vermittlung des Unterrichtsstoffs nutzlos. Hausaufgaben sind Schul-Aufgaben = Aufgaben der Schule! Wiederholung und Übung gehören in den Unterricht, nicht auf den Küchentisch! Sind Mami oder Papi nachmittags zuhause, sitzen sie einem im Nacken und nerven, bis man seine Hausaufgaben erledigt hat. Sonst droht Hausarrest oder ähnliches. Sind Mami und Papi nachmittags an der Arbeit, ist Zeit für Spiel und Spaß. Aber dann gibt’s das Familientheater abends. Die Hausaufgaben werden noch schnell vorm Ins-Bett-Gehen hingeschmiert oder morgens auf den Knien im Zug oder Bus erledigt oder vor dem Unterricht vom Nachbarn abgeschrieben. Sind die Hausaufgaben gar nicht oder (in den Augen des Lehrers) schlecht gemacht, dann hagelt es Sechsen. Ungemein motivierend! Der SPIEGEL formulierte das treffend in der Schlagzeile: „Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch!“ Soviel zu Punkt 1. Zur Chancengleichheit: Viele Schüler haben gar keinen ruhigen Arbeitsplatz zuhause, da nerven kleinere Geschwister, da gibt’s kein eigenes Kinderzimmer etc. Nicht jeder hat Computer und Internetzugang, um sich z. B. Fremdsprachentexte online übersetzen zu lassen. Kinder von Besserverdienenden haben’s da leichter. Hat das je ein Lehrer berücksichtigt? Und welche Tricks haben Schüler drauf, um sich der Hausaufgabenpflicht zu entledigen! Das weiß jeder aus seiner Schülerzeit (nur die Lehrer haben’s vergessen). Lug und Trug werden trainiert. Ein Training für das „richtige“ Leben nach der Schule? Hilfreich für die Vermittlung des Unterrichtsstoffs sind lediglich freiwillig übernommene und selbst bestimmte Arbeiten, wie Facharbeiten, Präsentationen oder wenn der Lehrer nicht als Pauker Stoff reinpaukt, sondern als Moderator arbeitsteilig Aufgaben an Schülergruppen verteilt, die dann während der Unterrichtszeit (und ggf. darüber hinaus) erarbeitet werden. Und: auch Vokabeln-Lernen gehört in den Unterricht, sonst bleibt es stumpfsinniges Auswendiglernen. Das alles ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Seit 1980 gab es weitere wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Hausaufgaben. 1999 schrieb Ilse Nilshorn in einer Studie des Deutschen Jugendinstituts: „(&hellip ein Lernmodell, in dem Hausaufgaben als Pflichterfüllung von schulmeisterlichen Vorgaben zur Bedingung des schulischen Lernens gemacht werden“, sind pädagogischer Unsinn. Und Hans Gängler ( Uni Dresden) stellte 2008 in seiner Studie fest: „Hausaufgaben haben keinerlei Effekt im Hinblick auf die Schulleistung.“ Liebe Schüler, liebe Eltern: stellt euch ein Leben ohne Hausaufgaben vor. Ein Schritt in Richtung Paradies, oder? (p.s.: Ich schreibe immer „der Schüler“ und „der Lehrer“, das ist für mich nicht so umständlich wie „der/die Schüler/-in“ und „der/die Lehrer/-in“. Ich meine also immer beide Geschlechter gleichermaßen.)
7.2.13 14:52





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung